„Le Petit Prince“ von Antoine de Saint-Exupéry ist vermutlich eines der am meisten gelesenen Bücher der Welt. Das moderne Märchen wurde in mehr als 200 verschiedene Sprachen übersetzt und nun gibt es auch eine originelle Ballettfassung.
Im Auftrag von Les Grands Ballets Canadiens hat die niederländische Choreographin Didy Veldman eine Tanzaufführung von Der Kleine Prinz ohne ein gesprochenes Wort kreiert. Die Produktion hatte Premiere im renommierten Kunstzentrum, Place des Arts, in Montreal.
Veldman arbeitete bereits früher mit dem Scapino Ballet in Rotterdam, dem Ballet du Grand Théâtre in Genf sowie der Rambert Dance Company in London zusammen. Für ihre Interpretation von „Der kleine Prinz“ nahm sie die Herausforderung an, das geschriebene Wort in Tanzschritte und visuelle Effekte zu übersetzen. Bühnenbildnerin Kimie Nakano – unter anderem bekannt für ihr Arbeit für „Vertical Road“ der Akram Khan Company – benutzte einen GiantMirror-Spiegel von ShowTex, um die Zahl der Tänzer auf der Bühne zu verdoppeln und den Zuschauern die Möglichkeit zu geben, ihren Bewegungen von zwei verschiedenen Winkeln aus zu folgen.
Durch die Kombination von Videokunst mit einem riesigen, halbtransparenten Spiegel haben wir eine Art optische Illusion von Tiefe und Raum erzeugt. Ein dünner silberner Schleier und Wind simulierten zunächst eine Fata Morgana und später das Nordlicht bei Nacht. Die verschiedenen Bilder sind einfach abstrakt und vor allem Slow Motion.
Kimie Nakano






